Wurftechnik

Zu den Techniken gehören die Körperhaltungen und Bewegungsabläufe sowie

diverse Wurftechniken, die man beherrschen sollte, um auf unterschiedliche

Spielsituationen optimal reagieren zu können.

Jedoch ist auch beim Pétaqque noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ein gutes

Ballgefühl ist auf jeden Fall von Vorteil. Die unterschiedlichen Wurftechniken lassen

sich jedoch nur durch Übung erlernen.

Der Wurf

Er lässt sich in verschiedene Phasen einteilen:

  • · Abschätzen der Situation: Taktische Überlegung, ob der Wurf besser

geschossen oder gelegt werden sollte; Wahl der Körperhaltung beim Wurf

(stehend, in der Hocke); Analyse der Lage der anderen Kugeln. Das

Regelwerk räumt hierfür exakt eine Minute ein.

  • · Position im Wurfkreis einnehmen: Obwohl der Kreis mit einem

Durchmesser von ca. einem halben Meter nicht sehr viel Platz bietet, empfiehlt

es sich, seinen Stand mit Konzentration und Sorgfalt einzunehmen.

  • · Zielen und Werfen: Nach den Überlegungen und Vorbereitungen erfolgt nun

der eigentliche Wurf. Hochkonzentriert wird die Entfernung zum angepeilten

Ziel abgeschätzt. Innerhalb kürzester Zeit werden Zielen und Bewegung

immer wieder neu gegeneinander abgewogen. Schließlich verlässt die Kugel

die Hand und landet (hoffentlich) in der beabsichtigten Weise am Zielpunkt.

Der richtige Griff der Kugel ist sehr wichtig. Sie sollte mit der gesamten Hand umfasst

werden. Auch auf die Beinhaltung beim Wurf ist zu achten. Man unterscheidet im

wesentlichen zwischen den drei Techniken

  • · Standposition
  • · Hockposition
  • · Wurf mit angewinkelten Knien

Die Standposition empfiehlt sich für alle Wurfdistanzen, besonders aber für mittlere

und weite Würfe. Ein Wurf in der Hockposition ist dann angebracht, wenn auf kurze

Distanz gespielt werden muss, im besonderen wenn es sich um Legeversuche auf

naher Entfernung handelt, da die Bodenbeschaffenheit und Position der bereits

liegenden Kugeln gut abgeschätzt werden kann. Die Wurfposition mit angewinkelten

Knien schließlich empfiehlt sich besonders auf mittlere Distanzen; die Kugel wird

aufgrund der niedrigeren Wurfhöhe als bei der Standposition nicht so leicht

verspringen. Diese Position ist aber auch gleichzeitig die schwierigste, da die

Belastung auf die Oberschenkel die Haltung oft instabil werden läßt.

Die gegnerische Kugel liegt sehr nahe an der Zielkugel. In diesem Falle empfiehlt es

sich, diese Kugel ins Visier zu nehmen und zu versuchen, sie mit einem Wurf zu

treffen. Gelingt dies, wird mit ein wenig Glück die gegnerische Kugel weggeschossen

Diese Wurftechnik wird daher auch Schießen genannt.

Das Schießen kann dem Spiel die entscheidende Wende geben; ein gut platzierter

Wurf vermag eine vermeintlich aussichtslose Situation noch zum eigenen Vorteil

umzukehren. Andererseits kann es auch leicht passieren, dass die Kugel so

unglücklich durch diese Technik verspringt, dass sie für den weiteren Spielablauf

keine Rolle mehr spielt

Man unterscheidet die Techniken

  • · Flachschuß: Eine Technik, die irgendwie an das Bowlen erinnert; die Kugel

wird unmittelbar hinter dem Abwurfkreis aufgesetzt und rollt dann zum Ziel.

Unglücklich ausgeführt (Bodenunebenheiten!), kann es passieren, dass

bereits platzierte Kugeln stark im Mitleidenschaft gezogen werden, da die

Kugel eine relativ hohe Geschwindigkeit besitzt. In Profikreisen nicht gerne

gesehene Wurftechnik.

  • · Der Schuß vor die Kugel: Die Kugel wird so gespielt, dass sie etwa 30 - 50

cm vor der anvisierten Kugel aufkommt und diese dann (hoffentlich) im Rollen

trifft.

  • · Der Volltreffer: Spektakuläre Technik, erfordert viel Übung. Die gegnerische

Kugel wird direkt anvisiert und versucht, direkt zu treffen, ohne dass die

eigene Kugel beim Wurf Bodenkontakt hätte. Besonders das \"Replacement\"

gilt bei Spielern als sehenswert - die Kugel des Gegenspielers wird durch die

eigene weggeschleudert und gleichzeitig ersetzt. Ein seltener und ebenso

bewundernswerter Schuß, wenn er gelingt.

Das so genannte Legen ist eine Technik, die zum Ziel hat, die eigene Kugel

möglichst nahe bzw. günstig an der Zielkugel zu platzieren, anders als beim

Schießen, das der Beseitigung gegnerischer Kugeln dient.

Man unterscheidet beim Legen verschiedene Techniken, die sich auf die Flugbahn

der Kugel beziehen:

  • · Der halbe Bogen: Die Kugel schlägt nach etwa der Hälfte der Wurfstrecke auf

dem Boden auf und rollt dann zum Ziel. Die gebräuchlichste Wurftechnik beim

Pétanque.

  • · Hoher Bogen: Die Kugel beschreibt einen fast parabelförmigen Flug. Hoch,

mitunter sehr hoch geworfen, verliert sie beim Aufprall den größten Teil ihrer

Bewegungsenergie und rollt nur noch ein kleines Stück. Diese Technik wird

vornehmlich im Stehen ausgeübt.

  • · Gerollter Wurf: Meistens im Knien ausgeführt, eignet sich diese Wurftechnik

besonders auf kurze Distanzen. Die Kugel berührt bereits in naher Entfernung vom

Abwurfkreis den Boden und rollt dann den größten Teil der Strecke zum Ziel.


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